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Vorsteuerabzug - Katona Recht und Zoll Kodex

Beim Vorsteuerabzug geht es um das Herzstück des Mehrwertsteuersystems. Durch den Vorsteuerabzug wird nämlich gewährleistet, dass die Mehrwertsteuer den Endverbraucher und nicht den Unternehmer belastet. Diesen Entlastungeffekt zu Gunsten der Unternehmer bezeichnet man als Neutralität der Mehrwertsteuer. Hierzu dient das Netto-Allphasen-Prinzip, die gewährleistet, dass die Vorsteuer in jeder Phase der Leistungs- oder Lieferkette abgezogen werden kann-
Das gemeinsame MwSt-System beruht auf dem folgenden Grundmodell: Jeder steuerpflichtige Unternehmer in der Leistungskette errechnet auf Grundlage des Entgelts, das es von seinem jeweiligen Abnehmer erhält, die Umsatzsteuer nach dem Steuersatz, der für den gelieferten Gegenstand oder die erbrachte Dienstleistung anwendbar ist (sog. Ausgangsumsatzsteuer, im Englischen ‚output VAT‘).
Gleichzeitig ermittelt er die Vorumsätze, die es zur Ausführung seiner Lieferungen und Erbringung seiner Dienstleistungen verwendet hat, und die Umsatzsteuer, die ihm dafür in Rechnung gestellt worden ist. Diese Umsatzsteuer zieht es als Vorsteuer von seiner Steuerschuld ab (Eingangsumsatzsteuer, im Englischen ‚input VAT‘).
Der Unterschiedsbetrag zwischen den Ausgangsseitigen und den Eingangsseitigen Umsatzsteuer wird als Zahllast an das Finanzamt abgeführt.

Das gemeinsame MwSt-System wird bis hin zur Einzelhandelsstufe angewandt. Die subjektive Vorsteuerabzugsberechtigung ist auf allen Stufen entlang der Leistungskette individuell zu beurteilen. Die von der MwSt wirtschaftlich zu belastende Person (Steuerträger) ist der Endverbraucher. Die Belastung des Letztverbrauchs wird dadurch erreicht, dass der Vorsteuerabzug auf Ebene des Enderbrauchers entfällt.  Der Vorsteuerabzug entlang der Unternehmenskette gewährleistet, dass die MwSt-Belastung des Endverbrauchers unabhängig davon ist, wie viele Produktions- und Vertriebsstufen ein Produkt durchlaufen hat.
Für den Abzug der Vorsteuer müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden. Grundsätzlich muss die Leistung an den Unternehmer erbracht worden sein und die Umsatzsteuer gesetzlich geschuldet und entstanden sein; die Leistung (Gegenstand oder Dienstleistung) muss zum Zwecke der steuerpflichtigen Ausgangsumsätzen bezogen worden sein und nicht etwa für Eigenverbrauch durch die Mitarbeiter des Unternehmers. Ferner muss der Unternehmer eine ordnungsgemäße Rechnung besitzen, in der über die bezogene Leistung vorschriftsgemäß abgerechnet wird.
Dabei sind komplexe Themen vorhanden, wie beispielweise: unternehmerischer, nichtunternehmerischer, unternehmensfremder Bezug der Leistung, Teilverwendung, Zuordnung zum Unternehmen, Aufteilung der Vorsteuer nach geeignetem Schlüssel, Zeitraum des Entstehens, des Abzuges und der Erklärung der Umsatzsteuer (und dadurch der Vorsteuer) in dem entsprechendem Meldezeitraum, Nachweis der Voraussetzungen, vorhanden.

Gern beraten wir Sie sowohl auf dem komplexen Feld des Vorsteuerabzugs und der hiermit verbundenen Pflichten als auch der Erlangung von Vorteilen und damit größtmöglicher Wettbewerbsfähigkeit in diesem speziellen Gebiet

 


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